Landminen stellen eine der gefährlichsten Hinterlassenschaften kriegerischer Auseinandersetzungen dar. Antipersonenminen sind oft nur
wenige Zentimeter groß und schwer aufzuspüren.

Zur Detektion von Landminen wird neben dem Metalldetektor immer noch häufig eine Minensuchnadel verwendet. Mit dieser penetriert der
Minensucher im Abstand von wenigen Zentimetern den Boden. Stößt er auf einen Widerstand, so muss das aufgefundene Objekt vorsichtig
freigelegt werden. Die besonderen Vorteile der Minensuche mittels Nadel sind die Aufspürrate von nahezu 100% und die Verwendbarkeit
auch bei schwierigem Gelände. Antipersonenminen bestehen häufig aus Kunststoff und sind daher teilweise schlecht bzw. gar nicht mittels
Metalldetektoren zu detektieren. Aufgrund der hohen Falschalarmrate, pro Mine werden je nach Minenfeld einige 1000 andere Objekte aufgefunden,
ist das Verfahren jedoch äußerst zeitaufwendig. Ein Minensucher kann daher, abhängig von der Beschaffenheit des Geländes, nur wenige
Quadratmeter pro Tag absuchen.
Durch Kombination eines fasergekoppelten LIBS-Sensors mit einer herkömmlichen Suchnadel kann eine intelligente Minensuchnadel
bereitgestellt werden, die es ermöglicht, während des Suchvorgangs Informationen über ein aufgefundenes Objekt zu erhalten.

Auf diese Weise kann der Minensuchvorgang stark beschleunigt werden, da das Freilegen von nicht-Minen Objekten entfällt. Desweiteren wird ein
Sicherheitsgewinn erzielt, da Ermüdungserscheinungen des Minensuchers reduziert werden und der Typ einer verborgenen Mine bereits vor dem
Freilegen bekannt ist. Besonderheiten des jeweiligen Minentyps können sofort berücksichtigt werden.

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